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Malteser in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg

Feuerwehr- Arzt/Sanitäter

Quelle: Suedkurier
Quelle: derBlaulichtreport

Zum Team gehört seit Jahren der selbstständige Notarzt und Mitglied der Feuerwehr St. Georgen Tobias Langbein, der auch als Feuerwehrarzt mit im Einsatz ist. Die Betriebsärztin Larissa Müller (Mitarbeiterin der BASIZ/Praxis Dr. Michael Fritzer) macht seit fast zwei Jahren alle Arbeiten eines Feuerwehrarztes sowie Dr. Michael Fritzer selbst. Zusätzlich hat sich eine kleine Gruppe von fleißigen Helfern gebildet, um die Ärzte als „Feuerwehr-Sanitäter“ bei der Arbeit vor Ort zu unterstützen.

Eine der größten Gefahren an der Einsatzstelle ist die Inhalation von Rauchgasen. Einer der gefährlichsten Bestandteile davon, das Kohlenmonoxyd (CO), ist in der Luft messbar. CO wird mit den Rauchgasen eingeatmet und in der Lunge sehr schnell aufgenommen. CO verbindet sich vielfach schneller mit den roten Blutkörperchen als Sauerstoff. Dadurch kommt es zum „inneren Ersticken“. Die Auswirkungen bei betroffenen Personen können je nach der eingeatmeten Menge an Kohlenmonoxyd von leichten Beschwerden wie Kopfschmerzen und Schwindel bis hin zum Tod reichen. Gerade bei Rauchern verläuft eine CO Vergiftung fast ohne Symptome, deshalb kann es wegen einer Anerkennung als Berufserkrankung sehr wichtig sein, eine Messung nach dem Einsatz zu dokumentieren. In Extremfällen ist es nach einer CO-Vergiftung im Einsatz schon zu Gehirnveränderungen ähnlich einer Parkinson-Erkrankung gekommen. Bei den Atemschutzgeräteträgern wird deshalb nach dem Einsatz gemessen, ob diese eine Vergiftung mit Kohlenmonoxyd erlitten haben. Interessanterweise zeigt sich immer wieder, dass die Atemschutzgeräteträger meist gut geschützt sind. Aber, wenn sie zu lange ohne Schutz in der Nähe der Einsatzstelle gewartet haben oder bei den Entscheidungsträgern, welche sich oft ohne Atemschutz in direkter Nähe des Brandes aufhalten, gab es in der Vergangenheit auffällige CO-Hb Werte. Viel häufiger zeigen sich sehr hohe Herzfrequenzen, die für die starke körperliche und psychische Belastung im Einsatz sprechen. Dann ist das Wissen des Mediziners als medizinischer Fachberater gefragt. Kann eine Einsatzkraft weitermachen oder muss ihr Einsatz beendet werden? In dem einen oder anderen Fall mussten Feuerwehrkräfte dem Rettungsdienst übergeben werden.

Das Feuerwehrärzteteam wird bei allen größeren Bränden innerhalb des Schwarzwald-Baarkreises alarmiert.

Der Rettungsdienst wird automatisch mitalarmiert und versorgt alle Betroffenen. Bei absehbar längeren Einsätzen wird auch der jeweilige Ortsverein des DRK alarmiert, um den Rettungsdienst zu entlasten. Die Zusammenarbeit der Feuerwehrärzte und -sanitäter mit diesem gestaltet sich meist reibungslos, da für alle der Patient im Vordergrund steht. Im Zeitraum November 2017 bis September 2018 war unser Feuerwehrärzteteam bereits bei 31 Alarmen und 221 Messungen im Einsatz.

Ein ausführlichen Bericht über die Arbeit des Feuerwehrartztes findet sich in der Feuerwehrzeitung des Schwarzwald-Baar-Kreis in der Ausgabe 2018

Ihr Ansprechpartner vor Ort:

Dr. Michael Fritzer
Ortsbeauftragter
Tel. (07721) 917060
Fax (07721) 917070
E-Mail senden

Weitere Informationen

Unser Spendenkonto: Malteser Hilfsdienst e.V.  |  Volksbank eG Schwarzwald-Baar-Hegau  |  IBAN: DE71 6949 0000 0003 1122 09  |  BIC / S.W.I.F.T: GENODE61VS1